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Schargunow, Sergej Alexandrowitsch (Šargunov Sergej Aleksandrovič), Schriftsteller, Publizist und Politiker

geb. 12.05.1980 in Moskau als Sohn eines russisch-orthodoxen Priesters (Dozent an der Moskauer geistlichen Akademie) und einer Malerin und Schriftstellerin. Studienabschluss 2002 (Lomonossow-Universität Moskau) als außenpolitischer Journalist.

Schargunow
Sergej Schargunow

Veröffentlichungen (Auswahl):
1993, 1993 - Semejnyj portret na fone gorjaščego doma (Roman, 2013 im Verlag AST)
2001, Novyj mir, H. 12: »Otricanie traura« (Negation der Trauer): Manifest des »neuen Realismus«
2001, Ura!, Erzählungen, 2003 im Verlag Ėksmo
2002, Malyš nakazan (2003 als Buch im Verlag Amfora)
2005, Kak menja zovyt (Erzählungen, 2006 im Verlag Vagrius)
2008, Ptičij gripp (Roman, Verlag AST)
2008, Bitva za vosduch svobody (Publizistik, Verlag Algoritm)
2011, Kniga bez fotografij (Publizistik, 2012 im Verlag Al'pina non-fikšn)
2018, SVOI (Sammelband, Verlag AST)

Die Bücher Schargunows wurden ins Italienische, Englische, Französische und Serbische übersetzt, aber nicht ins Deutsche.

S. hat persönliche Erfahrungen mit der KPRF und den Parteien Jabloko, Rodina und Spravedlivaja Rossija gemacht. 2007 wurde S. als Kandidat Nr. 3 auf der Duma-Liste der Partei Spravedlivaja Rossija aufgestellt, von der Parteiführung aber wieder aus der Liste entfernt. 2016 stellte die KPRF ihn als Parteilosen auf ihrer Liste für das russische Parlament auf, am 18.09.2016 wurde er in die Duma gewählt.
Gemeinsam mit Sachar Prilepin leitet S. die Internet-Zeitung »Svobodnaja pressa«.
In zweiter Ehe ist S. mit Anastasija Tolstaja, der Urururenkelin von Lew Tolstoj, verheiratet.

4. Mai 2019: Schargunow wird neuer Chefredakteur der Zeitschrift »Junost« (Юность)

Sergej Schargunow ist neuer Chefredakteur der Literaturzeitschrift »Junost«. Das gaben die Zeitschrift und Schargunow heute bekannt. »Wir haben eine hervorragende Nachricht! Uns erwarten große Veränderungen!!!« Mit diesen Worten kündigte die Zeitschrift auf ihrer Facebook-Seite den Wechsel an. »Junost« existiert seit 1955 und machte sich einen Namen als Publikation für junge, an russischer Poesie und Prosa interessierte Leser. Gegründet von Valentin Katajew, druckte sie Werke fast aller berühmten sowjetischen Schriftsteller, von Anna Achmatowa bis Andrej Wosnesenski.
Die Restauration des Kapitalismus ist der Zeitschrift so wie fast allen Publikationen hochwertiger Literatur schlecht bekommen. Ihre Auflage sank von monatlich 3,1 Mio. Exemplaren im Jahr 1989 auf 3500 in diesem Jahr.
Es ist zu hoffen, dass »Junost« sich künftig stärker dem Realismus verbunden fühlt und damit einer schöpferischen Methode, die in der Literatur weltweit führend ist.

Eintrag in der russischen Wikipedia (der Eintrag in der deutschen Wikipedia ist mangelhaft.)

Schargunows Website

Wir bieten hier in deutscher Übersetzung an:
Negation der Trauer (Rohfassung). Aufsatz aus Novyj mir, Heft 12/2001


2018-10-04